Digital Financial Inclusion - Eine Empirische Untersuchung des Nutzens von Finanztechnologien am Beispiel von Privaten Internationalen Geldtransfers

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Publicado en:PQDT - Global (2025)
Autor principal: Kettl, Julian
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ProQuest Dissertations & Theses
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Descripción
Resumen:Finanzielle Inklusion spielt eine entscheidende Rolle bei der Überwindung von Ar-mut und zur Erreichung mehrerer UN-Entwicklungsziele. Ein Baustein dieser fi-nanziellen Inklusion sind Heimatüberweisungen von Menschen mit Migrationshin-tergrund an ihre in der Heimat verbliebenden Familienmitglieder und Bekannten. Diese Heimatüberweisungen haben unterschiedliche Funktionen, wie etwa die Si-cherung des täglichen Überlebens. Sie dienen aber auch als Investition in die Zu-kunft für eine geplante Rückkehr der emigrierten Person oder zum Aufbau unter-nehmerischer Tätigkeiten. Auch die genutzten Kanäle zum Versenden dieser Mittel sind sehr heterogen. So nutzt ein großer Teil der Weltbevölkerung informelle Ka-näle, die generell als riskanter gelten als formelle aber häufig teurere und langsa-mere Wege über Banken und andere regulierte Dienstleister. Innovativen Finanz-technologien und digitalen Dienstleistungen wird hierbei ein großes Potenzial zu-gesprochen, einerseits sicherere und andererseits kostengünstige und schnelle Hei-matüberweisungen zu ermöglichen.Wissenschaftlich wurden bisher insbesondere die Nutzung von Heimatüberweisun-gen und die Effekte dieser Gelder auf individueller und volkswirtschaftlicher Ebene in den Empfängerländern untersucht. Weniger stark wurden dabei die Motive zur Nutzung bestimmter Überweisungswege durch die Senderin bzw. den Sender, ins-besondere aus einer deutschen Perspektive, beleuchtet. Die vorliegende Disserta-tion adressiert diese Forschungslücke, indem sie die Bedürfnisse bei Heimatüber-weisungen von in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte in den Fokus rückt. Darüber hinaus untersucht sie, ob und inwieweit, diese Bedürf-nisse auch bereits durch Finanztechnologien adressiert werden. Aufbauend auf the-oretischen und literaturgestützten Überlegungen wurde die Zielgruppe anhand eines Fragebogens zu ihrem Verhalten bei Heimatüberweisungen befragt und die gesam-melten Daten deskriptiv und analytisch ausgewertet.Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Beweggründe für die Nutzung bestimmter Kanäle von individuellen und kulturellen Hintergründen der beteiligten Personen, aber auch von wirtschaftlichen und politischen Bedingungen im Sender- und vor allem im Empfängerland abhängen, die Kosten und die Geschwindigkeit der Trans- fers aber stets entscheidende Faktoren darstellen. Außerdem wird ersichtlich, dass die Nutzung informeller Wege je nach Bedingungen im Empfängerland nicht selten die besser oder gar die einzige zur Verfügung stehende Wahl für Heimatüberwei- sungen ist. Dennoch bleibt das individuelle Risiko in Form eines Teil- oder Kom- plettverlusts der übersendeten Gelder bestehen. Auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht bergen Geldtransfers über informelle unlizenzierte Kanäle das Risiko, dass diese Gelder kriminellen oder terroristischen Zwecken zugeführt oder aus kriminel- len Geschäften kommend sauber gewaschen werden.Finanztechnologien haben hier das Potenzial, Heimatüberweisungen kostengünstig, schnell und sicher durchführen zu können. Doch auch deren Nutzung und Akzep-tanz hängen von regionalen, technischen und regulatorischen Aspekten ab. So zeigt sich etwa, dass M-Money-Dienstleistungen in Subsahara-Afrika auf großen Zu-spruch stoßen, während sie sich in anderen Regionen der Welt kaum durchsetzen konnten. Ein wichtiger Baustein zur Stimulierung von Heimatüberweisungen ist die Interoperabilität von Finanzdienstleistern über Grenzen und Währungsräume hin-aus. Regulierung und Zentralbanken haben hierbei einen großen Einfluss auf diese Interoperabilität über die Erstellung technischer, digitaler Schnittstellen, z. B. auch durch die Nutzung digitaler Zentralbankwährungen. Financial inclusion plays a crucial role in overcoming AR-Mut and the achievement of several UN development goals. A component of this financial inclusion are home transfers of people with a migration-hint reason to their family members and acquaintances at home. These homeland transfers have different functions, such as the SI. However, they also serve as an investment in the accommodation for a planned return of the emigrated person or to build under-owned activities. The channels used to send these agents are also very heterogeneous. For example, a large part of the world's population uses informal KA-Näle, which are generally considered a risky but often more expensive and Langsa-Mere ways via banks and other regulated service providers. Innovative financial technologies and digital services are given great potential for enabling, on the one hand, safe and on the other hand cost-effective and fast hot mate transfers.So far, the use of home transfer genes and the effects of these funds have been examined in particular in the recipient countries. Less strongly, the motifs for using certain transfer routes by the transmitter, especially from a German perspective, were illuminated. The present disserting addresses this research gap by focusing on the needs of local publications from people living in Germany with migration history. In addition, she examines whether and to what extent these needs are already addressed by financial technologies. Building on the original and literature-based considerations, the target group was asked about their behavior on home transfers based on a questionnaire and the overall melten data was descriptively and analytically evaluated.The work comes to the conclusion that motivation for the use of certain channels of individual and cultural backgrounds of the people involved, but also on economic and political conditions in the transmitter and, above all, in the recipient country, the costs and speed of the transfers always represent decisive factors. In addition, it can be seen that the use of informal paths in the recipient country is often the better or even the only available choice for home transfers. Nevertheless, the individual risk remains in the form of a partial or compass loss of the funds sent. Also from the overall social perspective, money transfers over informal unknown channels have the risk of being fed by criminal or terrorist purposes or was washed out of criminaries.Financial technologies have the potential to be able to carry out home transfers inexpensively, quickly and safely. But their use and acceptance also depend on regional, technical and regulatory aspects. For example, it turns out that M-Money services in Subsahara Africa have a large increase, while they could hardly prevail in other regions of the world. An important component for stimulating home transfers is the interoperability of financial service providers across borders and currency areas. Regulation and central banks have a major impact on this interoperability through the creation of technical, digital interfaces, e.g. B. also through the use of digital central bank currencies.
ISBN:9798311908085
Fuente:ProQuest Dissertations & Theses Global